Neulich, in Berlin Neukölln: Während dem Erkunden meiner neuen Nachbarschaft (zu Fuss, wohlgemerkt – mir fällt mit schmerzenden Füssen erst jetzt auf wie faul die Leute auf dem Land wirklich sind) und nach dem Passieren von 1001 Dönerbuden und Spätkauf’s (ja, dieses Wort steht absichtlich in inkorrekter Pluralform. Man.) stehe ich an einer Verzweigung.
So weit alles klar? Klar. Dann sehe ich dieses Schild, und mir fällt es, ums wie Dan Brown zu beschreiben, wie Schuppen von den Augen: In meiner neuen Nachbarschaft scheint sich ein schleichender Bürokratismus breit zu machen – langsam und subtil infiltriert er bestehende Gesellschaftsstrukturen, traditionelle Kulturangewohnheiten und seit Jahrhunderten verankerte Wertvorstellungen. WAS SONST sollte auf dem Bild hier das Rathaus zu suchen haben?

Der aufmerksame Leser aus der Schweiz weiss nun sofort, was zu tun ist: Partei gründen, Wahlkampfgelder von hochstehenden Leuten der Privatwirtschaft einsacken und mit einem gekonnt verkauften Image den Mittelstand abholen – auf in den Kampf! (not)